E-Commerce-Business: Tipps für junge Gründer

E-Commerce-Business: Tipps für junge Gründer

Immer rasanter legt der Online-Handel in den letzten Jahren zu. Waren und Leistungen können in allen möglichen Lebensbereichen angeboten und erstanden werden. Wenn auch Sie in die Branche einsteigen und ein erfolgreiches E-Commerce-Business gründen möchten, lesen Sie unsere Tipps für Unternehmer.

Amazon-Nutzer haben es einfach: Sie können mehr Umsatz erzielen durch eine Amazon Agentur und sich so auf professionelle Hilfe verlassen. Doch welche Tipps gelten für junge Unternehmer, die nicht das nötige Kleingeld für eine Agentur haben? Bei uns erfahren Sie wertvolle Tipps für alle, die sich selbstständig machen und ein eigenes Unternehmen gründen möchten – und zwar möglichst rechtssicher, effektiv und nachhaltig.

Warum scheitern viele neue Gründer?

Obwohl wesentliche Produkte und Leistungen bereits im Internet verfügbar sind, haben Gründer im E-Commerce Bereich grundsätzlich trotzdem gute Chancen. Neben besseren Preisen können auch ein herausragender Kundenservice und bessere Leistungen für entsprechend hohen Erfolg sorgen. Darüber hinaus spielt auch der Punkt Marketing eine wesentliche Rolle – ohne vernünftige Marketingstrategie lässt sich ein Produkt schwer an den Mann oder die Frau bringen. Folgend einige weitere Gründe, wegen denen Gründer häufig scheitern:

  • Gewählte Preise sind zu hoch oder zu niedrig.
  • Produkt spricht die Kundenwünsche nicht an.
  • Zeitpunkt der Gründung fand zu früh/zu spät statt.
  • Expertenwissen fehlt im entsprechenden Sektor.
  • Keine Anschlussfinanzierung.
  • Rechtliches ist zu problematisch.
  • Ein Monetarisierungs-Geschäftsmodell fehlt.
  • Auf User-Feedback wird kein Wert gelegt.
  • Fokussierung auf das Projekt fehlt.
  • Persönliches Netzwerk wird nicht genutzt.
  • Fehlendes Investoren-Interesse.

Technische Online-Shop-Lösungen auf einen Blick

Viele Gründer verzichten vorerst auf eine eigene Shop-Software und wählen einen Miet-Shop, die ab wenigen Euro pro Monat verfügbar sind. Verschiedene Versandarten und automatische Anpassung an Rechtliches ist meist inkludiert. Unser Tipp: Achten Sie auf Schnittstellen, wenn Sie zusätzliche Marktplätze wie Ebay oder Amazon anbieten möchten. Des Weiteren sollte bei Wunsch nach Internationalisierung die Fähigkeit zu Mehrsprachen getestet werden.

Bevor eine Software gewählt wird, sollten sich Gründer außerdem mit folgenden Fragen befassen:

  • Brauche ich Funktionen für Gutscheine und Rabatte?
  • Will ich einen Newsletter aussenden?
  • Welche Funktionen zur Analyse kann ich im Online-Shop nutzen?
  • Kann die Software automatische E-Mails an Kunden verschicken?
  • Können populäre Zahlungsarten in meinem Shop genutzt werden, wie etwa PayPal, Kreditkarte oder Lastschrift?
  • Ist das System mit Apps erweiterbar, etwa in Bereichen wie Logistik und Versandtracking?
  • Muss mein Shop flexibel anpassbar sen?
  • Sollen Social-Media-Tools im Shop verfügbar sein?

Folgend finden Sie einige gängige Miet-Shopsysteme, von denen sich die ersten drei ideal für Anfänger eignen:

  • Versacommerce
  • Ewoolution
  • ePages
  • Plentymarkets
  • Shopify
  • Lightspeed

Kapitalbedarf für Gründer von E-Commerce-Unternehmen

Attraktiv für Gründer im E-Commerce ist unter anderem geringer Kapitalbedarf. So machen sie vom sogenannten Bootstrapping Gebrauch, das für Gründen mit möglichst geringem finanziellen Aufwand steht. Sowohl Miet-Shops als auch Logistik lässt sich mit kleinem Geld bezahlen. Auf diese Weise reichen schon wenige hundert Euro, um zu starten. Mittlere Millionen-Budgets werden von Gründern genutzt, die wachstumsorientiert sind.

Was benötige ich für die Gründung als selbstständiger E-Commerce-Unternehmer?

Da Sie als Händler ein gewerblicher Unternehmer sind, benötigen Sie einen Gewerbeschein. Dazu statten Sie dem jeweiligen Gewerbeamt Ihrer Stadt einen Besuch ab und füllen das vorgesehene Formular aus. Daten wie Anschrift Ihres Betriebes, Angaben zum Betriebsinhaber, Vor- und Zuname bzw. der Firmen-Name sowie Angaben zu den Tätigkeiten im Gewerbe werden erfragt. Darüber hinaus möchte das Gewerbeamt wissen, ob es sich um ein Nebenerwerbs-Gewerbe handelt. Bringen Sie außerdem Folgendes zur Anmeldung mit:

  • Gültiger Personalausweis bzw. Reisepass
  • Nachweis der deutschen Staatsbürgerschaft/Aufenthaltserlaubnis
  • Beglaubigter Gesellschaftsvertrag, wenn vorhanden
  • Genehmigung/Zulassungsbescheid zur Ausübung des Gewerbes, wenn vorhanden

Brauche ich eine spezielle Erlaubnis?
Wer sich als E-Commerce-Unternehmer selbstständig macht, benötigt keine spezielle Erlaubnis. Professionelle Beratung brauchen Gründer jedoch, wenn es sich um Produkte und Leistungen handelt, bei denen auch offline-Händler eine Erlaubnis brauchen. So benötigt man beispielsweise bei bankähnlichen Geschäften eine BaFin-Lizenz und beim Brillen-Verkauf eine Erlaubnis als Augenoptiker.

Von

@:Heist Convention Redaktion